Gegenüberstellung

4. Juni 2021
2/2021

01. Teilen unsere Kinder in der Schule genug?

02. Ist Technologie eine Bremse oder ein Plus für Kooperation?

03. Worin sehen Sie die Priorität moderner Ausbildung?

01.

Nein – sowohl im Unterricht als auch über den Unterricht hinaus gibt es viele Möglichkeiten, Wissensarbeit zu teilen, die heute nur zögerlich genutzt werden. Teilen motiviert und schafft Sinnerleben.

02.

Sie senkt einerseits Schwellen, erfordert andererseits aber auch die Bereitschaft, neu entstandene Möglichkeiten zur Zusammenarbeit auch zu nutzen. Hier müssen viele Menschen umdenken und neue Erfahrungen sammeln.

03. 

Das Wichtigste sind Lernnetzwerke und Lernprodukte. Wer eine Ausbildung durchläuft, muss mit Lernenden und Lehrenden tragfähige Beziehungen eingehen und diese nutzen, um konkret und produktiv zu arbeiten.

01. 

Noch nie haben in der Menschheitsgeschichte die Kinder aus der Sicht der Erwachsenen genügend geteilt. Trotzdem versucht die Pädagogik, den Kindern Empathie, Kooperation und Gemeinsamkeit näherzubringen. Hoffentlich doch auch mit Erfolg, sonst würden lauter Narzissten den Planeten bevölkern.

02. 

Die Herausforderung besteht darin, die Technologie als einen Gewinn für die Kooperation zu gestalten. Somit stellt sich hier nicht die Frage des Entweder-oder, sondern des Wie! Kooperation erlernt sich oft spielerisch: Ob es im Wald oder beim gemeinsamen Entdecken von technischen Aufgabenstellungen geschieht, ist eben eine Frage des Wie.

03. 

Der Lehrplan 21 für die Volksschule zielt darauf ab, Kompetenzen zu erweitern, und beinhaltet keine konkreten Unterrichtsziele. Demnach soll die Ausbildung in jeglichen Stufen und Fachrichtungen dem exemplarischen Lernen gewidmet sein und nicht dem Abfragen von Facts.
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  • Philippe Wampfler
    Philippe Wampfler ist Deutschlehrer an der Kantonsschule Enge in Zürich und Dozent für Deutschdidaktik an der Uni Zürich. Er ist Autor mehrerer Bücher zum Thema Digitalität und Bildung, zuletzt des Buchs «Hybrides Lernen» (Beltz, 2021).
  • Sue Egli
    Sue ist Vorstandsmitglied des gesamtschweizerischen Verbands Erleben und Bildung in der Natur – ERBINAT. Sie ist Erlebnispädagogin NDS HF und hat einen Master in Gesundheitsförderung.