Gegenüberstellung

23. November 2020
4/2020

01. Was macht Ihr Produkt ökologisch sinnvoll?

02. Mit welchen Vorurteilen möchten Sie aufräumen?

03. Welche Rolle kommt Ihrem Produkt in der Zukunft zu?

01.

Im Gegensatz zur Produktion von konventionellem Hühnchenfleisch brauchen wir halb so viel Land und Wasser und stossen zwei Drittel weniger Treibhausgase aus. Zudem überspringen wir das Tier in der Wertschöpfungskette – anstatt ein Tier mit Pflanzenproteinen zu füttern, um es dann zu schlachten, stellen wir Fleisch direkt aus der Pflanze her. Für ein Kilo Poulet braucht man rund fünf Kilogramm pflanzliches Protein in Form von Futter – bei uns liegt das Verhältnis bei 1:1. 

02.

Wir wollen dem Vorurteil entgegenwirken, dass Fleischersatzprodukte ungesund sind oder nicht lecker schmecken. Unser Ziel ist ein köstliches Esserlebnis ohne Kompromisse. Unsere Produkte haben einen hohen Eiweiss- und Ballaststoffgehalt, enthalten alle essenziellen Aminosäuren und werden nur aus hochwertigen, natürlichen Zutaten hergestellt.

03. 

Wir wollen die Art und Weise, wie Menschen Fleisch wahrnehmen und konsumieren, revolutionieren, indem wir die Essgewohnheiten von tierischen auf pflanzliche Proteine umstellen, um die negativen Auswirkungen der Tierhaltung zu reduzieren. Wir hoffen natürlich, dass unsere Produkte in Zukunft eine wichtige und unverzichtbare Rolle im Proteinmarkt einnehmen.
Virginia BeljeanPlanted Foods AG Sprecherin des Fleischersatz-Produzenten aus Kempthal

01. 

Die extensive Fleischproduktion ist ökologisch wertvoll, weil sie unter anderem eine starke Förderung der Biodiversität erlaubt. Extensive Wiesen gehören zu den artenreichsten Ökosystemen, die wir kennen. Über Jahrhunderte hat die Landwirtschaft durch die Tierhaltung diese Habitate geschaffen und erhalten. Bei uns stammt über die Hälfte des Futters für unsere Tiere von solchen extensiven Wiesen, die wir nicht düngen und nur sanft bewirtschaften. 

02. 

Wir treten dem Vorurteil entgegen, dass die Fleischproduktion grundsätzlich negativen Einfluss auf die Umwelt hat. Den klimawirksamen Emissionen der Tierhaltung stehen die grossen Mengen an Kohlendioxid gegenüber, die Wiesen und Weiden unter extensiver Bewirtschaftung binden. Wir können mit Rindern, Schafen und Ziegen auch dort noch Lebensmittel produzieren, wo Gemüse- oder Ackerbau aus topografischen Gründen nicht möglich ist.

03. 

Unser Konsumverhalten wird sich den politischen Forderungen in Bezug auf die Klimaziele anpassen müssen. Die extensive Fleischproduktion wird die ideale Ergänzung zur primär pflanzlichen Ernährung sein, um unsere steigenden ökologischen Ansprüche an unsere Lebensmittel erfüllen zu können. Denn artenreiche Ökosysteme wie extensive Wiesen und Weiden sind wesentlich resilienter gegen klimabedingte Veränderungen oder Extremsituationen wie Dürreperioden oder Starkniederschläge. 
Georg Blunier-Hanimann Biohof Dusch Georg Blunier produziert mit seiner Familie Demeter-Fleisch in Papels im Domleschg 
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