Die Menschlichkeit bewahren

23. November 2020
4/2020

Er mag es ehrlich und offen, und er glaubt, dass das in einem Klima des Vertrauens möglich ist, ohne dass man sich gegenseitig verletzt: Der neue SKO-Präsident Dominique de Buman sieht einen Grundpfeiler des Chancenlandes Schweiz in der alltäglichen Auseinandersetzung mit andersdenkenden Menschen. 

Was macht dich aus?

Ich bemühe mich, immer ich selbst zu sein, egal bei welchem Menschenschlag. Die grösste Authentizität schafft immer auch den besten Zugang!

Spielt das «Chancenland Schweiz» dabei eine Rolle?

Die Schweiz ist ein komplexes Gebilde, ein menschliches und geografisches Mosaik. Es ist so vielfältig, dass wir ständig ermutigt werden, uns mit anderen auseinanderzusetzen, und am Ende alle mehr oder weniger Gewinner sind! Kurz gefasst, der nationale und soziale Zusammenhalt ist unser Motto, unser Rückgrat.

Woher kommst du?

Mein familiäres Umfeld gewährte mir das Privileg meiner Wunschausbildung und gab mir die persönliche Stabilität, um  einen beruflichen Weg zu beschreiten, der meiner Natur und meinen Bestrebungen entspricht. Es liegt in meiner Verantwortung, diese Chance an andere weiterzugeben – insbesondere durch meine Arbeit bei der SKO, wo ich zusammen mit der Verbandsleitung, der Geschäftsstelle und den Basisgruppen Führungskräften Möglichkeiten bieten kann, beruflich und menschlich auf dem neuesten Stand zu sein.

Wie hat dich die Herkunft beeinflusst?

Mein familiäres Umfeld war bürgerlich, aber nicht parteipolitisch. Meine Entscheidungen waren daher immer frei. Ich bin von Natur aus offener für andere, und ich habe mich schon sehr früh in das assoziative Gefüge eingebunden. Diese Neigung, kombiniert mit einem juristischen Hintergrund, hat mich folgerichtig dazu gebracht, mich für aktive Politik zu interessieren. Sie stellt den Kern meiner Karriere dar.

Was motiviert dich? 

Ich mag Menschen, denen man helfen kann, und die einem helfen, ohne unbedingt eine Gegenleistung oder Anerkennung zu erwarten! In all diesen Beziehungen versuche ich immer, so ehrlich wie möglich zu sein. Das ist die treibende Kraft meines Lebens!

Wie kannst du anderen am besten helfen?

Zuerst muss man der anderen Person zuhören, versuchen, sie zu verstehen. Dann wird Vertrauen geschaffen. In einem solchen Klima kann man offen sein, ohne jemanden zu verletzen.

Was ist deine Hoffnung für die Zukunft?

Ich bin überzeugt, dass es auf der Welt sehr viele Menschen gibt, die grosszügig sind, sich einsetzen wollen und die Kraft haben, die Menschlichkeit zu bewahren, egal welche Prüfungen wir über uns ergehen lassen müssen. Deshalb ist es für mich so wichtig aufzustehen und denen Hoffnung zu machen, die sie suchen und brauchen.

Welches sind deiner Ansicht nach die Grundlagen für die Innovationskraft der Schweiz? 

Das ausserordentlich hohe Ausbildungsniveau, in der Praxis wie akademisch, eröffnet vielen jungen Menschen den Weg zur Entdeckung. Hinzu kommen die soziale Stabilität und eine gewisse materielle Sicherheit, die es dem Geist erlaubt, sich frei zu fühlen, und ohne Angst und Bedrohung zu innovieren.
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